Magnesiummangel – Wenn die Wade zwickt, fehlt oft Magnesium

Magnesiummangel – Wenn die Wade zwickt, fehlt oft Magnesium

Juli 25, 2018 0 Von AFit_Redaktion

Magnesiummangel – Schmerzhafte Wadenkrämpfe in der Nacht

Viele Menschen kennen sie: die hauptsächlich in der Nacht auftretenden sehr schmerzhaften Wadenkrämpfe. Sie können ein Zeichen für einen Magnesiummangel sein. Doch nicht nur das Verkrampfen der Muskulatur hat eine Unterversorgung mit Magnesium zur Folge. Viele Organfunktionen werden beeinträchtigt, da es ein wichtiger Bestandteil unseres Elektrolythaushaltes ist.

Fehlt unserem Körper Magnesium, können die Funktionen der Nervenbahnen, die Herzfunktion und auch die Funktion des Verdauungstraktes beeinträchtigt werden. Wenn dieser Mangelzustand nicht beendet wird, folgen Gefäß- und Stoffwechselerkrankungen. Der Mensch benötigt täglich etwa 300 bis 350 mg Magnesium. In der Schwangerschaft, während des Stillens, bei Stress oder auch bei aktiven Sportlern besteht ein höherer Bedarf.

Woran erkennt man eine Magnesium-Unterversorgung?

Waden-, Fuß- und Fingerkrämpfe oder eine Taubheit der Glieder sind Anzeichen für Magnesiummangel. Die Muskeln werden nicht ausreichend mit diesem Spurenelement versorgt – es kann zu Muskelschwäche oder Problemen mit der Nerven-Muskel-Koordination kommen. Auch Schlafstörungen und innere Unruhe zählen zu den Symptomen.

Wird ein Mangel nicht behandelt, sind Krankheitsbilder, wie z. B. Gefäßverengung, Durchblutungsstörung, eine geschwächte Herzfunktion und Herzrhythmusstörungen möglich. Auch Verstopfungen oder Blähbauch kann man beobachten.

Zur Vorbeugung eines Magnesiummangels sollte man sich gesund und abwechslungsreich ernähren. Das Spurenelement ist vor allem in Vollkorn- und Sojaprodukten, Obst und Gemüse, Käse, Schokolade, Milch oder in Nüssen und Hülsenfrüchten enthalten. In 200 g rohen Bananen und Papaya stecken beispielsweise etwa 80 bis 100 mg Magnesium. Eine Magnesium-Überdosierung ist sehr selten, aber möglich. Sie wird durch Verstopfung oder Durchfall, Erbrechen und Übelkeit geprägt.

Kann die Magnesium-Versorgung des Körpers nicht über die Nahrung abgedeckt werden, gibt es Dragees, Tabletten, Lutsch-, Kau- oder Brausetabletten, Lösungen und Granulat mit den verschiedensten Dosierungen und auch Magnesiumsalzen.

Magnesiumpräparate können prophylaktisch gegen Herzinfarkt, Thrombose, Durchblutungsstörungen, zu hohen Cholesterinwerten und Nierensteinen eingenommen werden. Bei Sodbrennen verwendet man das Magnesiumsalz Antzida, bei Verstopfungen Magnesiumsulfat.